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IP-, Lizenz- und Franchise-Modelle: Lohnt sich ein Domizil in Zug?

Geistiges Eigentum (IP), Lizenzen und Franchise-Systeme lassen sich über eine Gesellschaft strukturieren, die Rechte hält und verwertet. Der Kanton Zug ist dafür ein attraktiver Standort – aber gerade bei IP gilt: Ohne echte Substanz hält die Struktur einer Prüfung nicht stand. Ein Domizil in Zug liefert den Sitz – die Substanz muss die Gesellschaft selbst mitbringen.

Kurzantwort: geeignet – mit klaren Bedingungen

  • Passt: IP-Holding, Lizenzgeber, Franchisegeber, Markeninhaber mit Lizenzeinnahmen.
  • Standort: tiefe Unternehmenssteuern und – je nach Konstellation – die kantonale Patentbox.
  • Zwingend: echte Substanz und marktgerechte Verrechnungspreise.
  • Klären: internationale Strukturen mit Steuerberatung sauber aufsetzen.

Warum Zug für IP-Modelle interessant ist

Eine Gesellschaft, die Marken, Patente oder Lizenzrechte hält und gegen Gebühr verwertet, profitiert von tiefen Unternehmenssteuern (in Baar rund 11.6 %; eigene Berechnung auf Basis des ESTV-Steuerrechners, Stand 2026). Zusätzlich kennt die Schweiz seit der Steuerreform (TRAF) die kantonale Patentbox, die qualifizierende Erträge aus patentierten Erfindungen reduziert besteuert. Ob sie greift, ist eine Einzelfallfrage – sie gilt nicht pauschal für jedes IP. Den Holding-Aspekt vertieft Domizil für Trading, Vermögensverwaltung & Holdings.

Der kritische Punkt: Substanz und Verrechnungspreise

Bei IP-Strukturen schauen Steuerbehörden besonders genau hin. International gilt: Erträge sollen dort besteuert werden, wo die Wertschöpfung stattfindet. Eine reine Briefkasten-IP-Holding ohne Funktionen, Personal und Entscheidungen vor Ort ist angreifbar. Ebenso müssen Lizenz- und Franchisegebühren zwischen verbundenen Gesellschaften marktgerecht (at arm’s length) sein. Für den Steuersitz zählt die tatsächliche Geschäftsleitung – siehe Effektive Geschäftsleitung.

Adresse als Grundlage

Die Domiziladresse im Kanton Zug liefert den seriösen Firmensitz. Für die nötige Substanz lassen sich Arbeitsplatz und Räume vor Ort ergänzen. Die steuerliche Feinstruktur gehört in jedem Fall mit einer Steuerfachperson aufgesetzt.

Häufige Fragen

Profitiert jedes IP von der Patentbox?

Nein. Die Patentbox gilt für qualifizierende Erträge aus patentierten Erfindungen; reine Markenlizenzen fallen nicht automatisch darunter. Die Einordnung ist eine Einzelfallprüfung.

Reicht eine Domiziladresse für eine IP-Holding?

Als Sitz ja, steuerlich nicht allein. Gerade IP-Strukturen brauchen Substanz – sonst droht die Aberkennung des Steuersitzes.

Kann ich ein Franchise-System von Zug aus steuern?

Ja, wenn die Leitung tatsächlich hier sitzt. Der Franchisegeber kann seinen Sitz im Kanton Zug haben und Franchisenehmer überregional betreuen.

Sie strukturieren IP, Lizenzen oder ein Franchise? Jetzt Domiziladresse konfigurieren – die Steuerstruktur klären Sie mit Ihrer Beratung.

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